Weiter gedacht: Honda zeigt zum 25-Jahre-Jubiläum des SH125i die Scooter-Konzeptstudie SH Marmo und die Skulptur Hanami
Projekte, die Nachhaltigkeit und Designkunst fördern
26. Mai 2026
- Seit 2001 wird der erfolgreiche SH125i im Honda Werk Atessa gefertigt
- Die Entwicklung der Scooter-Konzeptstudie SH125i Marmo sowie der Marmorskulptur Hanami begleiten das 25-Jahre- Jubiläum
- Für das Bodywork nutzt der SH125i Marmo recycelbaren Acrylkunststoff
- Dokumentarfilme begleiten den Werdegang und die Gedankenwelt hinter einem der erfolgreichsten Roller in Europa
Honda begeht das 25-jährige Jubiläum des Erfolgs-Rollers SH125i mit einem vielschichtig ambitionierten Kreativprojekt, das einfühlsame Gestaltung, technische Innovation und filmische Kunst verbindet, um das in Europa außerordentlich beliebte Fahrzeug für urbane Mobilität zu würdigen.
Das Projekt vereint Kunst, Design, Nachhaltigkeit und ambitioniert fortschrittliche Fertigung, um auszuloten, wie ein Fahrzeug, das für die praktische Mobilität im Alltag konzipiert wurde, seine reine Funktionalität überwinden und zu einem Objekt von kultureller und kreativer Bedeutung avancieren kann. Im Mittelpunkt stehen dabei zwei SH125i-Neuinterpretationen: Die Marmorskulptur Hanami im Maßstab 1:1, geschaffen vom renommierten italienischen Bildhauer Filippo Tincolini sowie das Konzeptmodell SH125i Marmo, das von Honda-Ingenieuren im Werk Atessa entwickelt wurde.
Begleitet werden diese Werke von einer dreiteiligen Filmreihe, die die Entwicklung des Projekts dokumentiert und zugleich einen Dialog über Handwerkskunst, Industriedesign, Nachhaltigkeit und Langlebigkeit anstösst.
Seit einem Vierteljahrhundert spielt der Honda SH125i eine wichtige Rolle für die urbane Mobilität in Europa. Der einprägsame optische Auftritt, der über mehrere Modellgenerationen hinweg weiterentwickelt wurde, hat dem Roller eine heute seltene Kontinuität der Designidentität bewahrt – und konnte dabei stets an die sich wandelnden Anforderungen von Zeitgeist und modernem Stadtleben angepasst werden.
So spiegelt auch dieses Jubiläumsprojekt jenes Gleichgewicht zwischen Evolution und Beständigkeit wider. Indem Honda den SH125i in skulpturale Kunst als auch in nachhaltige Materialexperimente transferiert, möchte das Unternehmen jene bleibenden Qualitäten hervorheben, die den Roller seit 25 Jahren auszeichnen: gestalterische Klarheit, ausgewogene Proportionen, Alltagstauglichkeit und emotionale Wertschätzung.
„Seit 25 Jahren begleitet der SH125i mehrere User-Generationen in ihrem Alltag, und dies zuverlässig mit beispielhafter Langlebigkeit“, unterstreicht Marcello Vinciguerra, Geschäftsführer von Honda Italia Industriale. „Diese unerschütterlichen Qualitäten machen den SH-Roller einmalig, wertvoll und unverwechselbar, weswegen wir uns auch voller Elan diesem ambitionierten Gemeinschaftsprojekt gewidmet haben.”
Visuell beeindruckt insbesondere Tincolinis ‚Hanami‘, eine Skulptur des SH125i im Maßstab 1:1, die aus einem massiven Marmorblock gemeißelt wurde. Betörende Optik und Anmutung verwandeln ein Objekt, das gemeinhin mit Bewegung und moderner Mobilität assoziiert wird, in etwas Beständiges und Kontemplatives; dabei unterstreicht die Skulptur die ureigene Präzision und Zurückhaltung, die der Designsprache des Rollers zugrunde liegen.
Das Konzeptmodell ‚SH125i Marmo‘ wurde von den Ingenieuren im italienischen Honda-Werk Atessa realisiert und stellt eine frappierende Neuinterpretation des klassischen Rollers dar.
Unter Verwendung von recycelbarem Acrylharz demonstriert das Konzeptmodell, wie sich industrielle Fertigungsprozesse und modernes Fahrzeugdesign umsetzen lassen und dabei einen stärker auf Kreislaufwirtschaft ausgerichteten Produktionsansatz unterstützen können.
Vertiefend beleuchtet wird das Projekt in einer dreiteiligen Filmreihe. Ein zentraler Dokumentarfilm begleitet den Entstehungsprozess beider Interpretationen – von den Marmorsteinbrüchen Michelangelos und dem Atelier des Bildhauers bis hin zum fertigen Kunstobjekt. Zwei weitere Filme widmen sich gesondert der Wechselbeziehung zwischen Skulptur und Produktdesign sowie den Umweltinitiativen und Materialinnovationen von Honda am Standort Atessa in Italien.
„Wir empfinden es als äußerst spannend, wie die Formen des SH, die fließend und muskulös wirken, durch ein edles Material wie Marmor noch stärker zur Geltung kommen“, erläutert Giovanni Dovis, der Designer des SH125i. „Filippo Tincolini ist es zweifellos erfolgreich gelungen, die Essenz des SH in seinem kunstvollen Werk einzufangen.“
Gemeinsam bilden die Skulptur Hanami, das Konzeptfahrzeug SH125i Marmo sowie die Filmreihe eine stimmige Hommage an die 25-jährige Geschichte des SH125i und spiegeln dabei die übergeordnete Designphilosophie von Honda wider – eine Philosophie, die auf Qualität, schlichter Eleganz, Langlebigkeit und zweckmäßiger Innovation aufbaut.
Kunstvolle Neuinterpretation der Honda SH125i durch eine Skulptur
Zum 25-Jahre-Jubiläum des Honda SH125i steht die intensive Auseinandersetzung mit Design als etwas, das über den reinen Gebrauchswert hinaus existiert – als Studie über Proportionen, Balance und Formen, umgesetzt über das Medium einer Skulptur.
Die vom renommierten italienischen Bildhauer Filippo Tincolini geschaffene Marmorskulptur des SH125i interpretiert den Scooter als zeitloses Kunstobjekt neu. Aus einem einzigen Marmorblock gehauen, fängt die Skulptur jene klaren Flächen, fließenden Linien und bezaubernden Proportionen ein, die den SH125i im Verlauf seiner 25-jährigen Entwicklung stets ausgezeichnet haben.
Tincolini, bekannt für die Verbindung klassischer bildhauerischer Traditionen mit zeitgenössischen Themen, ging das Projekt nicht als bloße Nachbildung an, sondern als Interpretation von Industriedesign durch das Medium traditioneller Handwerkskunst. In der Skulptur ragt der vordere Teil des Scooters aus dem Marmorblock hervor und nimmt Gestalt an, während der übrige Teil im Stein eingebettet verbleibt – was eine Hommage Tincolinis an Michelangelos „Non-finito“-Kunstwerk darstellt.
Die Ausarbeitung eines Werkes genau dann abzubrechen, in dem die Form zu erscheinen beginnt, ermöglicht es dem Künstler, jenen Moment einzufrieren, in dem der Scooter wie die Blüte an einem Zweig aufbricht – ein Augenblick, in dem der Marmor nicht nur träge Materie ist, der SH125i jedoch nicht vollständig dargestellt und damit zum Leben erwacht ist.
Dieser staunenswerte Moment nimmt gleichsam dem Erblühen der Blumen im Frühling die kommende Frucht vorweg. Und Blumen, ein wiederkehrendes Element in Filippo Tincolinis künstlerischem Wirken, spielen auch hier eine zentrale Rolle. Dabei handelt es sich um japanische Sakura-Kirschblüten, die sich über die Verkleidung, die Gabel und das Rad verteilt erstrecken.
Die Objektbezeichnung Hanami (übersetzt „Blütenbetrachtung“) entspringt der Begegnung zwischen japanischer Identität, italienischem Design und Tincolinis künstlerischer Vision. Die zarten Blumen werden zum Symbol einer Form in voller Blüte.
So wie die japanische Hanami-Tradition jenen Moment zelebriert, in dem die Kirschbäume erblühen, so scheint der Roller auch in Tincolinis Marmorskulptur genau in dem Augenblick seines Erscheinens aus dem Stein hervorzutreten – und verwandelt die Skulptur so in eine materielle Quelle.
Die Arbeit mit Marmor eröffnet eine besonders intensive Beziehung zu Licht, Textur und Proportionen. Oberflächen, die ansonsten durch lackierte Karosserieteile und technische Werkstoffe definiert sind, werden hier durch handbearbeitete Steinmaterie zum Ausdruck gebracht; was ermöglicht, die schlichte Form des SH125i in den Mittelpunkt zu rücken.
„Die Zusammenarbeit mit dem Designteam von Honda war eine großartige Erfahrung“, schwärmt Filippo Tincolini dazu. „Sie erklärten mir, wie sehr das Design-Ethos des SH – mit klaren Linien sowie starken Oberflächen voller Reinheit und Schlichtheit – gewissermaßen von den Bildhauern der Renaissance inspiriert ist. Dank dieser Einsichten war ich sofort voller Begeisterung, dazu beizutragen, den SH künstlerisch gebührend zu feiern.“
Das Projekt bot zudem Gelegenheit, die ursprüngliche Designphilosophie hinter dem SH125i noch einmal zu beleuchten. Honda-Motorraddesigner Giovanni Dovis, der bereits an der Konzeptentwicklung des Rollers beteiligt war, traf im Rahmen der Filmreihe mit Tincolini zusammen, um über die Parallelen zwischen Bildhauerei und Produktdesign zu diskutieren.
Ergründet wurde dabei auch, welch wichtige Rollen Proportionen, Klarheit und emotionale Resonanz in beiden Disziplinen spielen. Auch wenn der SH125i in erster Linie als praktische Lösung für die urbane Mobilität konzipiert wurde, trug seine visuelle Beständigkeit über 25 Jahre zweifelsfrei dazu bei, diesen als einen der bekanntesten Roller in Europa zu etablieren.
„Den Roller in reinem Marmor neu interpretiert zu sehen, war ein sehr spezielles Erlebnis – insbesondere für jemanden, der einst an den Entwürfen für das ursprüngliche Designkonzept mitgewirkt hat“, erläutert Dovis hinzu. „Als wir den SH entwickelten, bestand unsere Absicht, etwas zu schaffen, das funktional wie emotional ansprechend ist, eben ein Design, zu dem die Kunden auf Anhieb eine Verbindung aufbauen können.“
Der begleitende Film, der auf Design fokussiert, stellt den SH125i in den Mittelpunkt einer Unterhaltung über zeitloses Design sowie das Verhältnis zwischen handwerklichem Schaffen und industrieller Fertigung. Der Film spielt abwechselnd in Tincolinis Atelier sowie im Marmor-Steinbruch; er dokumentiert den Entstehungsprozess und beleuchtet jene gemeinsamen Prinzipien, die Bildhauerei, Ingenieurskunst und Produktdesign miteinander verbinden.
Durch die Neuinterpretation hebt Honda den SH125i nicht bloß als Fortbewegungsmittel hervor, sondern auch als Beispiel für langlebiges Design, das sich über Kunden-Generationen hinweg und auch in wandelnder urbaner Umgebung seine Relevanz bewahrt hat.
SH125i Marmo und Honda´s Vision einer nachhaltigen Fertigung
Die zweite hier vorgestellte SH-Interpretation legt den Schwerpunkt auf Innovation bei Materialien, Fertigungsprozessen und ökologischer Verantwortung. Der von Honda-Ingenieuren im Werk Atessa entwickelte SH125i Marmo demonstriert als Konzeptstudie, wie industrielle Fertigungstechnik die visuelle Tiefe und Haptik handgefertigter Materialien erreicht und gleichzeitig in einem nachhaltigeren Herstellungsprozess umgesetzt werden kann.
So wurde unter Verwendung von recycelbarem Acrylharz eine Oberflächenveredelung entwickelt, die die natürliche Maserung und Tiefenwirkung von Marmor auf den Verkleidungsteilen des Rollers abbildet. Das Ergebnis ermöglicht einen visuellen Dialog zwischen traditionellen künstlerischen Materialien und modernen industriellen Verfahren. Das Konzept ist unmittelbar mit Tincolinis Marmorskulptur verknüpft, bleibt jedoch für ein Gebrauchsfahrzeug vollumfänglich funktionsfähig.
„Der SH Marmo ist ein wegweisendes Konzept, das unser Bemühen um fortschrittliche Fertigungsmaterialien noch einen Schritt weiterführt“, erklärt Sebastiano Cerrone, Leiter der Produktinnovation bei Honda Italia Industriale. „Das Material bietet enorme gestalterische Freiheiten und ermöglicht es, einzigartige Designstile und Oberflächen bereits in frühen Phasen der Produktion zu integrieren.“
Neben den visuellen Qualitäten zeichnet sich das Material durch eine hohe Schlag- und Kratzfestigkeit aus – Eigenschaften, die sich für den alltäglichen Einsatz im städtischen Umfeld bestens eignen. Zudem entwickelten die Ingenieure das Verfahren so weiter, dass die Farbgebung direkt in das Material eingearbeitet werden kann, noch bevor dieses in Form gebracht wird; dadurch entfällt der traditionelle Lackierprozess im Rahmen der Fertigung.
Der Verzicht auf eine Lackierung birgt das Potenzial, die mit herkömmlichen Methoden der Oberflächenbehandlung verbundenen CO2-Emissionen zu senken und gleichzeitig die Produktionsabläufe zu vereinfachen sowie Abfälle zu reduzieren. Das Projekt dient somit nicht nur als gestalterische Übung, sondern auch als Fallstudie, die aufzeigt, wie künftige Fertigungsprozesse noch Ressourcen-effizienter gestaltet werden können.
Das Konzeptmodell SH Marmo nimmt eine zentrale Stellung in dem begleitenden, auf Umweltthemen fokussierten Film ein, in dem Schlüsselpersonen des Werks in Atessa zusammen kommen, um sich über die beeindruckenden Nachhaltigkeitsziele von Honda sowie über die konkreten Initiativen auszutauschen, die an dem Standort bereits umgesetzt werden.
Der Film beleuchtet, wie das Werk daran arbeitet, seine Umweltauswirkungen in verschiedenen Produktionsbereichen zu minimieren – von der Materialbeschaffung und Abfallvermeidung bis hin zur Prozesseffizienz und der langfristigen Nachhaltigkeit der Fertigung.
„Uns erfüllt mit Stolz, dass die Ideen zu SH Vetro oder der Verwendung des SH Marmo-Materials aus Atessa stammen“, resümiert Cerrone. „Unsere Mitarbeiter denken ständig über Verbesserungen, die Erwartungshaltung unserer Kunden sowie über die weiterreichenden Auswirkungen des Werks nach. Wir fördern Fahrgemeinschaften, nutzen Solarenergie als saubere Stromquelle – die im vergangenen Jahr bereits 14 % unseres Gesamtbedarfs deckte – und haben einen umweltschonenden Klarlack für Oberflächen entwickelt, der es ermöglicht, die Ofentemperatur um rund 50 Grad zu senken. Unser Leitgedanke besteht darin, jede Veränderung als Chance zu begreifen, ihren Nutzen zu bewerten und durch die Entwicklung stets noch besserer Produkte für die Zufriedenheit unserer Kunden zu steigern.“
Durch die Verbindung der handwerklichen Beständigkeit einer Marmorskulptur mit zukunftsweisender Forschung im Bereich nachhaltiger Fertigung schafft das Gesamtprojekt einen spannenden Dialog zwischen Tradition und Innovation.
So feiern die SH125i-Skulptur, das Marmo-Konzeptmodell und die begleitenden Filme nicht nur das 25-jährige Jubiläum des SH125i, sondern auch Honda´s anhaltendes Engagement für zeitlos modernes Design, technische Innovation und verantwortungsvolle Fertigung im Dienste der Zukunft der urbanen Mobilität.