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VFR1200F Lemmy by Louis

Die VFR1200F: ein perfekt funktionierender, robuster Sporttourer mit kräftigem V4-Motor – und quasi nie die Basis für ein Custombike. Ausnahme: der Lemmy getaufte Umbau von Kay Blanke und seinem Team rund um Zubehör-Multi Louis mit Sitz in Hamburg.

2. Januar 2019
Honda VFR1200F Lemmy
Die Customizer

Die Customizer

Das Team von Louis ist oft der Meinung, dass die richtige Seele nur im falschen Körper wohnt. Wer die Geschichte des New- oder Freestyle-Customizings mitverfolgt hat, kann bestätigen, dass die durchgeknallten Hamburger zu den Mitbegründern dieses Trends gehören. Klassische Umbaulieblinge haben die Jungs aber bisher nie angefasst. Stattdessen haben sie aus absoluten Vernunftsmotorrädern Bikes gezaubert, die einzigartig sind. Ob Honda Seven-Fifty als Café Racer oder das Adventure Bike Honda Dominator als ultraflacher Street-Tracker – hat alles vorher noch keiner so gemacht, wie sie es im Norden Deutschlands machen. Die VFR1200F stellt ein weiteres Highlight dar und fand auch europaweit viel Beachtung.

Die VFR1200F

Die VFR1200F

Von 2009 bis 2016 gebaut, stellte die VFR1200F ein weiteres Kapitel der legendären VF-Geschichte dar. Die VFR1200F überzeugte dabei nicht nur mit durchdachten Details, sondern auch mit herrlicher V4-Dynamik. Kraft im Überfluss, aber mit voller Kontrolle, lautete die Devise bei der Abstimmung des exklusiven V4-Triebwerks mit 1.237 Kubik Hubraum. Mit strammen 173 PS (127 kW) und einem gewaltigen Drehmoment von 129 Newtonmetern war die VFR1200F sportlich und zugleich berechenbar. Als weiteres Highlight bot sie neben Hondas einzigartigem Doppelkupplungsgetriebe DCT auch einen wartungsarmen Kardanantrieb – für entspanntes und dynamisches Touren zugleich.

Die VFR1200F Lemmy

Die VFR1200F Lemmy

Beim Customizing der VFR1200F zeigte sich anfangs direkt, wieso das Bike nicht zu den Lieblingen der Umbauszene gehört: Der wuchtige Rahmen erschwert ein einfaches Umbauen. Rahmenkonstrukteur Sam Wassermann half, und das Team übergab ihm das Bike im Frühjahr. Die komplette Neukonstruktion des Rahmens nahm dabei zwei Monate Zeit in Anspruch und sorgte bei den Customizern so für viel Zeitdruck, denn der Plan war, Stuntgirl Mai-Lin mit dem Bike Anfang September beim Glemseck 101 starten zu lassen. Während das Team noch auf das Bike wartete, trafen schon mal Kineo-Speichenräder, eine Gilles-Fußrastenanlage und eine Galespeed-Radialbremspumpe ein.

Der begnadete Tuner Ulf Penner aus Bremen war ebenfalls von Beginn an am Umbau beteiligt und sorgte für die nötige Abstimmung des Motors für den Lauf am Glemseck. Mit Friedhelm Lammers aus der Nähe der holländischen Grenze bekam das Bike mit neuem Rahmen dann einen stylischen Tank mit Sichtfenster, Verkleidung und Sitzhöcker – alles aus Aluminium.

Kurz vor dem Glemseck wandert das Bike dann nach Italien und bekommt von Shark eine komplette Auspuffanlage im „Lipstick-Stil“ verpasst. Der angesagte Lackierer Danny Schramm sorgte dann im letzten Schritt für eine Lackierung im „Drop-Splash-Stil“. Was dann noch fehlte, war ein passender Name – Lemmy! Der Sänger und Bassist von Motörhead wird Namensgeber für die schnelle, laute und einzigartige Honda. Zwei Tage vor dem Transport zum Glemseck ist das Bike fertig: auf 214 kg verschlankt und auf 180 PS erstarkt. Mai-Lin und Lemmy erledigten bei den Sprints fast alle Gegner.

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