So fahren Sie ein E-Auto

E-Autos erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Mit mehr als einer Million Elektro- und Hybridfahrzeugen auf deutschen Straßen (Stand: August 2023) steht die Branche an einem elektrisierenden Wendepunkt. Diese Entwicklung geht einher mit einer erneuerten Vision für Nachhaltigkeit im gesamten Automobilsektor und der verstärkten Konzentration auf die Reduzierung des weltweiten CO2-Ausstoßes.

Wenn Sie bei dem Gedanken, Ihr Benzin- oder Dieselfahrzeug gegen ein E-Auto einzutauschen, noch Fragen haben, sind Sie damit keinesfalls allein. Doch die gute Nachricht lautet, dass der Umstieg auf ein Elektroauto und das Fahren damit gar nicht so schwierig sind.

Elektrofahrzeugtypen

Elektrofahrzeuge gliedern sich in drei Haupttypen: vollelektrische batteriebetriebene Fahrzeuge (BEVs), Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs) und Vollhybridfahrzeuge (e:HEVs).

Batteriebetriebene Fahrzeuge (BEVs):

Bei vollelektrischen Fahrzeugen wie dem Honda e und dem e:Ny1 werden die Räder von einem Elektromotor (bei manchen Fahrzeugen auch von mehreren E-Motoren) angetrieben.

Die Funktionsweise von Elektrofahrzeugen ist relativ simpel. Der Strom, der den Motor antreibt, stammt aus einer Lithium-Ionen-Batterie, weshalb diese Autos als batteriebetriebene Fahrzeuge bezeichnet werden. Aufgeladen wird die Batterie am Stromnetz, während das Fahrzeug geparkt ist.

Folglich können Sie Ihr Fahrzeug „auftanken“, während Sie einen Imbiss zu sich nehmen oder Erledigungen machen, was das Fahren von E-Autos überaus alltagstauglich macht.

Plug-in-Hybridfahrzeuge (PHEVs)

Wer nach einer vielseitigen Variante sucht, für den sind Fahrzeuge wie der CR-V interessant, denn sie kombinieren einen Verbrennungsmotor mit einem batterieelektrischen Antrieb. Die elektrische Batterie sorgt für smarte Kraftstoffeffizienz, während der Verbrennungsmotor zusätzliche Leistung liefert und das Laden beim Fahren ermöglicht.

Möchten Sie sich über das Zusammenspiel dieser Systeme für den Antrieb von PHEVs informieren? Sehen sich die Technik an, die hinter den Fahrzeugen steckt.

Vollhybridfahrzeuge (eHEV)

Diese auch als selbstladende Hybridfahrzeuge bezeichneten Fahrzeuge nutzen einen Verbrennungsmotor, einen Elektromotor und eine Batterie. Auf Kurzstrecken fahren sie elektrisch, was den Emissionsausstoß und den Kraftstoffverbrauch senkt.

Sowohl die Batterie als auch der Motor können den Elektromotor mit Energie zum Antreiben des Fahrzeugs versorgen. Der Clou: e:HEVs sind in der Lage, sich mit der beim Bremsen oder Fahren erzeugten Energie selbst aufzuladen, sodass sie nicht per Stromkabel aufgeladen werden müssen.

Fahren eines Elektrofahrzeugs

Wenn Elektrofahrzeuge etwas Neues für Sie sind, möchten Sie bestimmt wissen, wie man ein Fahrzeug mit Elektroantrieb fährt. Grundsätzlich sind die Unterschiede gar nicht so groß. Sie benötigen keinen anderen Führerschein und müssen nichts Neues lernen. Die meisten Aspekte des Fahrens mit einem E-Auto werden Ihnen sogar sehr vertraut vorkommen. Wer vorher ein Auto mit Verbrennungsmotor und Automatikgetriebe gefahren ist, für den wird sich ein Elektro- oder Hybridfahrzeug sehr ähnlich anfühlen.

• Den größten Unterschied werden Sie beim Starten des Fahrzeugs bemerken, weil kein Einsetzen des Anlassers und kein Aufheulen des Motors zu hören ist, wie es bei einem Benzin- oder Dieselfahrzeug der Fall wäre. Genau gesagt werden Sie wahrscheinlich gar nichts hören – aber Sie werden sehen, wie die Instrumente im Armaturenbrett zum Leben erwachen.

• Mit einem einfachen Schalthebel, wie er auch bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Automatikgetriebe üblich ist, wird die Fahrstufe „Drive“ eingelegt. Wenn dann das Fahrpedal betätigt wird, setzt sich das Fahrzeug elektrisch und nahezu lautlos in Bewegung. Bei niedriger Geschwindigkeit sind Elektrofahrzeuge meist flüsterleise. Tatsächlich geben manche Elektroautos bis zu einer Geschwindigkeit von 20 km/h künstlich erzeugte Geräusche von sich, die allein dazu dienen, Passanten zu warnen.

• Sie müssen keine Angst haben, dass Sie Ihr E-Auto abwürgen könnten – ein weiteres Plus! Das Wechseln der Gänge von Hand gehört der Vergangenheit an, denn Elektrofahrzeuge beschleunigen stufenlos und ganz geschmeidig. Bei Hybridfahrzeugen wird der Benzinmotor automatisch zugeschaltet, wenn er benötigt wird, und das Getriebe ist automatisch.

Animation: Bremsenergierückgewinnung

Bremsenergierückgewinnung und Steuerung mit nur einem Pedal

Diese Funktionen kommen bei batteriebetriebenen und Hybridfahrzeugen zum Einsatz. Bei einem Elektrofahrzeug können Sie den Kraftfluss zum Motor regeln, indem Sie das Fahrpedal mehr oder weniger stark betätigen. Sobald der Schwung des Fahrzeugs überwiegt, beginnen die Räder den Motor anzutreiben, der daraufhin als Generator fungiert und Strom zur späteren Nutzung in die Batterie einspeist. Dadurch entsteht ein Widerstand an den Rädern, der das Fahrzeug verlangsamt.

Durch behutsames Betätigen des Fahrpedals können Sie die Geschwindigkeit des Fahrzeugs regeln, ohne die Bremsen betätigen zu müssen. So müssen Sie beispielsweise im Stadtverkehr nicht ständig zwischen Fahr- und Bremspedal wechseln, wenn sich der Straßenzustand und die Verkehrslage ändern, sondern können einfach die auf das Fahrpedal ausgeübte Betätigungskraft variieren, um die Fahrgeschwindigkeit entsprechend anzupassen.

Bei der Bremsenergierückgewinnung steht das Thema Effizienz im Vordergrund. Wenn Sie Ihr Fahrzeug verlangsamen, wird die kinetische Energie von der Batterie absorbiert, wodurch sich die Reichweite nochmals vergrößert.

Wie Sie mithilfe hochmoderner technischer Ausstattungsmerkmale noch mehr aus Ihrem Elektro- oder Hybridfahrzeug herausholen können, erfahren Sie unter „Bremsenergierückgewinnung“.

Laden eines Elektrofahrzeugs

Unsicher, was die Handhabung und das Aufladen der Batterie Ihres Elektrofahrzeugs betrifft? Hier ein paar nützliche Tipps, die Ihnen weiterhelfen:

• Wenn Sie einen Parkplatz auf dem eigenen Grundstück haben, können Sie Ihr batteriebetriebenes Elektrofahrzeug zu Hause aufladen, indem Sie es an Ihr Haushaltsstromnetz anschließen. Das vollständige Aufladen dauert etwa 16 Stunden. Nur sechs Stunden dauert es, wenn Sie zu Hause eine Ladestation installieren. Beachten Sie jedoch, dass die tatsächliche Ladezeit auch vom Fahrzeug abhängt.

• Alternativ dazu installieren immer mehr Unternehmen Ladepunkte für Mitarbeiter, sodass Sie Ihr Fahrzeug während der Arbeitszeit aufladen können. Am besten geht man beim Aufladen eines Elektrofahrzeugs so vor, wie man es auch bei seinem Smartphone tun würde. Normalerweise lädt man es auf, wenn es nicht benötigt wird (zum Beispiel nachts), damit die Batterie voll ist, wenn man am nächsten Tag das Haus verlässt.

• In Deutschland gibt es mehr als 100.000 Ladepunkte, die an Supermärkten, Raststätten und Sehenswürdigkeiten zur Verfügung stehen und mithilfe einer speziellen Übersichtskarte zu finden sind.

• Die Ladestationen an Supermärkten und auf Parkplätzen sind in einigen Fällen kostenlos.

• Schnellladestationen, wie sie beispielsweise an Autobahnraststätten zu finden sind, ermöglichen das Bezahlen per Handy-App oder mithilfe spezieller Karten. Und auch das Bezahlen mittels normaler kontaktloser Kredit- oder Debitkarten setzt sich immer mehr durch.

Aufladen von Hybridfahrzeugen

Hybridfahrzeuge sind bequem in der Handhabung, da sie sich mithilfe eines vom Verbrennungsmotor angetriebenen Generators selbst aufladen. Wenn Kraftstoff im Tank ist, kann das Fahrzeug seine Batterie laden. Die Unterstützung des Elektromotors und der Batterie kommt der Effizienz von Hybridfahrzeugen zugute. Das Ergebnis sind niedrige Betriebskosten: Der Honda Jazz Hybrid zum Beispiel erreicht im Versuch einen Verbrauchswert von 4,5 l pro 100 km (Werte Jazz e:HEV Elegance. Kombiniert, CO2-Emission: 102 g/km). Somit verbringen Sie weniger Zeit an Tankstellen und haben mehr Zeit für das, was Sie eigentlich vorhaben.

So lässt sich das Optimum aus einem Elektroauto herausholen

Wenn bei einem batterieelektrischen Fahrzeug die Batterie leer ist, bleibt es – genau wie ein Benzin- oder Dieselfahrzeug, dem der Treibstoff ausgeht – liegen. Es gibt ein paar Dinge, die Sie tun können, um die Reichweite beim Fahren von E-Autos zu vergrößern:

• Laden Sie die Batterie auf, bevor Sie sich auf den Weg machen.

• Vermeiden Sie abruptes Beschleunigen, denn das verbraucht mehr Energie. Sanftes Beschleunigen ist energieeffizienter.

• Verlangsamen Sie das Fahrzeug nach Möglichkeit, indem Sie weniger stark auf das Fahrpedal treten, anstatt das Bremspedal zu betätigen.

Durch die Reduzierung der auf das Fahrpedal ausgeübten Betätigungskraft kann das Fahrzeug einen Teil der überschüssigen Energie auffangen und in Strom umwandeln, der zur späteren Nutzung in die Batterie eingespeist wird.

• Antizipieren Sie Änderungen des Straßenzustands und der Verkehrslage und passen Sie Ihre Fahrweise entsprechend an.

Wenn Sie beispielsweise sehen, dass vor Ihnen eine Ampel auf Rot springt, sollten Sie nicht unvermindert darauf zu fahren und erst im letzten Moment bremsen. Lassen Sie stattdessen frühzeitig das Fahrpedal los, damit das Fahrzeug allmählich langsamer wird. Wenn Ihr Timing stimmt, müssen Sie möglicherweise gar nicht anhalten.

• Planen Sie Ihre Reise im Voraus und informieren Sie sich darüber, wo Sie auf längeren Fahrten unterwegs nachladen müssen.

Ein weiterer großer Vorteil von Plug-in-Fahrzeugen besteht darin, dass man sie vor Fahrtantritt aufladen kann. Bei jeder Fahrt steht immer die maximale emissionsfreie Reichweite zur Verfügung – im Gegensatz zu einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor, bei dem man fast immer mit nur zum Teil gefüllten Tank losfährt.

Der Umstieg vom Benziner oder Dieselfahrzeug auf ein E-Auto ist also kein so großer Schritt, wie manche denken. Elektrofahrzeuge sind leise, komfortabel, emissionsarm und günstig im Unterhalt, weshalb sich leicht nachvollziehen lässt, warum sie so beliebt sind.

Im Mittelpunkt des von Honda angestrebten Fahrzeugs der Zukunft steht eine Welt ohne Emissionen, in der es Spaß macht, ein Elektrofahrzeug zu fahren.

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Häufig gestellte Fragen

Kann man ein E-Auto abwürgen?

Kurz gesagt: nein. Dank des Automatikgetriebes ist der Fahrbetrieb von Elektrofahrzeugen völlig unkompliziert. Die Batterie kümmert sich um den Antrieb und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Sie das Fahrzeug abwürgen könnten, denn E-Autos haben weder eine Kupplung noch eine Gangschaltung.

Kann man ein E-Auto schieben?

Ein Elektrofahrzeug mit leerer Batterie kann nur dann geschoben werden, wenn es wie der e:Ny1 über einen Leerlauf verfügt. Das kann sehr praktisch sein, wenn der Batterie zu einem ungünstigen Zeitpunkt der Strom ausgeht.

Wie funktioniert der Rückwärtsgang bei Elektrofahrzeugen?

Wenn Sie ein E-Auto fahren, gibt es möglicherweise Knöpfe oder Schalter zum Einlegen des Rückwärtsgangs. Dieser Aspekt ist eher Gewöhnungssache, denn Elektrofahrzeuge besitzen kein Getriebe mit Gängen. Der Batterieantrieb kehrt einfach die Drehrichtung um, damit das Fahrzeug rückwärts fahren kann.

Wie fährt man ein E-Auto auf der Autobahn?

Beim Fahren von E-Autos auf der Autobahn gibt es keinen wirklichen Unterschied zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Das Fahrzeug fährt sich im Prinzip genauso wie ein herkömmlicher Benziner mit Automatikgetriebe – abgesehen von ein paar Unterschieden, wie etwa der direkteren Beschleunigung von E-Autos.

Fahren sich E-Autos genauso wie Fahrzeuge mit Automatikgetriebe?

Da Elektrofahrzeuge nur ein Fahr- und ein Bremspedal besitzen, fahren sie sich im Prinzip genauso wie Automatikfahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Aus technischer Sicht gibt es zwar einen Unterschied, da es kein Getriebe im eigentlichen Sinn gibt, doch das Fahren ist weitgehend identisch.

Warum haben E-Autos nur einen Gang?

Ein weit verbreitetes Missverständnis aufgrund ihrer Ähnlichkeit mit Automatikfahrzeugen betrifft die Tatsache, dass E-Autos keinerlei Gänge haben. Stattdessen verfügen sie über einen oder mehrere Elektromotoren, die auf die Fahrpedalstellung reagieren, wenn entsprechend viel Strom im Antriebsstrang fließt.

Haben Elektrofahrzeuge einen Leerlaufgang?

In der Praxis verfügen die meisten modernen Elektrofahrzeuge über einen „Neutralzustand“, indem sie sich schieben und lenken lassen. Dabei handelt es sich nicht wirklich um einen Leerlaufgang, denn sie besitzen kein Getriebe mit Gängen. Manche Elektrofahrzeuge, darunter der e:Ny1, sind jedoch mit einem Leerlaufgang ausgestattet.