So funktionieren Batterien von Elektrofahrzeugen

Wie funktionieren die Batterien von Elektrofahrzeugen?

In den Batterien von Elektrofahrzeugen wird die Energie für den Antrieb des Elektromotors gespeichert. Sie bestehen aus zahlreichen Zellen mit einer positiven Elektrode aus Lithium oder einem anderen Metalloxid und einer negativen Elektrode aus Kohlenstoff. Beim Laden der Batterie fließt ein elektrischer Strom durch diese und sorgt dafür, dass die Lithiumionen von der negativen Elektrode zur positiven Elektrode wandern. Bei Nutzung des Elektromotors entlädt sich die Batterie. Hierbei wandern die Lithiumionen zurück zur negativen Elektrode und setzen dabei Energie frei. Diese Energie treibt den Elektromotor an, der die Räder des Fahrzeugs bewegt und somit für die Vorwärtsbewegung sorgt. Elektrofahrzeugbatterien sind groß und schwer, können jedoch große Mengen Energie speichern, wodurch sie für den Einsatz in Elektrofahrzeugen besonders geeignet sind.

Welche Art von Batterien kommt in Elektrofahrzeugen zum Einsatz?

Elektrofahrzeugen kommen am häufigsten Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz. Diese Batterien weisen eine hohe Energiedichte auf – können also viel Energie auf kleinem Raum speichern. Zudem sind sie relativ leicht, was die Energieeffizienz des Fahrzeugs verbessert.

Lithium-Ionen-Batterien zeichnen sich durch ihre gute Funktion bei hohen Temperaturen sowie eine geringe Selbstentladung aus. Letzteres bedeutet, dass sie die Ladung über einen längeren Zeitraum halten können, wenn sie nicht genutzt werden. Andere Batterietypen, die in Elektrofahrzeugen verwendet werden, sind Blei-Säure- und Nickel-Metallhydrid-Batterien. Lithium-Ionen-Batterien sind aufgrund ihrer hohen Energiedichte, ihres geringen Gewichts und ihrer Nachhaltigkeit jedoch derzeit die erste Wahl. Sie werden aus Rohstoffen gefertigt, die in der Erdkruste reichlich vorhanden sind und recycelt werden können. Dadurch verringern sich die Umweltauswirkungen.

Wie lange halten Batterien von Elektrofahrzeugen?

Die Batterien von Elektrofahrzeugen verschleißen mit der Zeit. Ihre Lebenserwartung beträgt 15 bis 20 Jahre. In der Regel sollten sie durchschnittlich 160.000 bis 320.000 km halten. Doch selbst nachdem sie ihren Dienst als Autobatterien getan haben, lassen sich zahlreiche Elektrofahrzeugbatterien wiederverwenden, beispielsweise als Rohmaterial für die Werke, in denen sie gefertigt wurden, oder sogar als Stromspeicher für das Erneuerbare-Energien-System Ihres Hauses.

Wie groß sind Batterien von Elektrofahrzeugen?

Die Batterien in Elektrofahrzeugen sind wie die verschiedenen Fahrzeuge selbst unterschiedlich groß. Sie befinden sich häufig unter dem Boden, im Bereich unter den Sitzen. Sie können rechteckig oder auch T-förmig sein. In der Regel gilt: je größer, desto schwerer.

Austausch und Recycling von Elektrofahrzeugbatterien

Sind Elektrofahrzeugbatterien recycelbar?

Viele Hersteller, auch Honda, legen besonderen Wert darauf, dass Elektrofahrzeugbatterien am Ende ihrer Lebensdauer recycelt werden können. Eine Möglichkeit zur Wiederverwendung besteht im Einsatz zur Stromversorgung von Wohn- und Gewerbegebäuden – einige kommen sogar in den Fabriken zum Einsatz, in denen sie ursprünglich hergestellt wurden.

Außerdem lassen sie sich auch in ihre Bestandteile zerlegen und auf diese Weise recyceln. Da Nachhaltigkeit immer häufiger gefordert wird, suchen Hersteller kontinuierlich nach neuen und innovativen Möglichkeiten, gebrauchte Fahrzeugbatterien zu recyceln und wiederzuverwenden.

Wie kann ich die Batterie meines Elektrofahrzeugs austauschen lassen?

Wenn die Batteriewarnleuchte im Armaturenbrett Ihres Elektrofahrzeugs aufleuchtet oder Probleme mit der Elektrik auftreten, ist es an der Zeit, die Batterie auszutauschen. Bei ordnungsgemäßer Wartung beträgt die durchschnittliche Lebensdauer zwischen 15 und 20 Jahren. Honda gewährt für die Batterien sämtlicher Elektrofahrzeuge eine Garantie von fünf Jahren.* Lassen Sie die Batterie auf jeden Fall in einer Honda Vertragswerkstatt austauschen.

Die Kosten für den Wechsel von Fahrzeugbatterien sind im Laufe der Jahre bereits gesunken und werden voraussichtlich weiter sinken.

* Die Garantie ist modellabhängig. Wenden Sie sich an einen Honda Händler oder sehen Sie im Kaufvertrag nach.

Übersicht zu Elektrofahrzeugbatterien | FAQ

Müssen Batterien von Elektrofahrzeugen gewartet werden?

Ja. Elektrofahrzeuge müssen genau wie Benzin- oder Dieselfahrzeuge regelmäßig gewartet werden – einmal pro Jahr. Bei einer Wartung werden die gleichen Punkte geprüft wie bei jedem anderen Fahrzeug auch, zusätzlich jedoch auch die optimale Funktion der Batterie.

Welchen Zweck haben die Zellen der Batterien?

Elektrofahrzeugbatterien bestehen aus Hunderten bis Tausenden von Zellen. Diese Zellen erzeugen Strom für das Fahrzeug – je mehr Zellen, desto höher ist die Leistung (kW). Der Nachteil leistungsstärkerer Akkus besteht darin, dass sich bei diesen auch der Energieverbrauch erhöht, sodass die Reichweite trotz höherer Leistung geringer ist.

Kann man der Batterie von Elektrofahrzeugen Starthilfe geben?

Ja. Man kann elektrifizierten fahrzeugen Starthilfe geben, so wie das auch bei Fahrzeugen mit einer leeren herkömmlichen 12-Volt-Säurebatterie funktioniert. Das Vorgehen ist ähnlich wie bei einem normalen Benzin- oder Dieselfahrzeug. Dadurch lässt sich die Fahrzeugelektronik aktivieren. Allerdings gilt das nicht für die Lithium-Ionen-Batterien, die Elektrofahrzeuge antreiben. Ein vollelektrisches Fahrzeug lässt sich nach der Starthilfe daher aller Wahrscheinlichkeit nach nicht fahren.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie jemals Starthilfe für ein vollelektrisches Fahrzeug benötigen, ist dank der Effizienz der elektrischen Anlage jedoch gering.

Wie lange dauert das Laden der Batterie eines Elektrofahrzeugs?

Zu Hause kann die Batterie über eine eigene „Wallbox“ geladen werden. Ein AC-Ladesystem mit max. 11 kW kann ein Fahrzeug wie den e:Ny1 mit einer 68,8-kWh-Batterie somit in etwa 6 Stunden vom 10 auf 80 Prozent aufladen. Bei einem öffentlichen, leistungsstarken 100-kW-Ultraschnellladegerät lädt sich die Batterie des e:Ny1 in nur 45 Minuten von 10 auf 80 Prozent auf.*

* Ladezeit beim Blinken der Warnleuchte für Niedrigstand