Honda Motorgeräte laufen auch mit E10 Kraftstoff

 
07-01-2011

Garten- und Industriegeräte sowie Außenbordmotoren von Honda können mit neuem Kraftstoff betrieben werden

Offenbach, 07. Januar 2011 – In diesem Jahr sollen so genannte E10-Kraftstoffe über das deutsche Tankstellennetz vertrieben werden. Der neue Ottokraftstoff E10 enthält eine Bioethanol-Beimischung von maximal 10 Prozent statt der bisher üblichen 5 Prozent. Alle Honda 4-Takt-Motorgeräte aus der Sparte Honda Power Equipment sowie die Honda Außenbordmotoren können mit diesem Kraftstoff betrieben werden.

Betrieb mit E10 möglich
Seit 1961 ist Honda in Deutschland tätig. Im Jahr 1978 brachte man den ersten Benzinrasenmäher auf den Markt. Von Anfang an auf 4-Takt-Motoren setzend, benötigten die Honda Motorgeräte schon damals eine Oktanzahl von mindestens 91. Daher ist der Betrieb der Honda Motorgeräte mit dem Ottokraftstoff E10, der 95 Oktan misst, generell möglich.
Der neue Ottokraftstoff E10 ist jedoch aggressiver gegenüber Kunststoffen und Lacken als das bisher übliche Benzin. Zudem reagiert E10 stärker auf Einflussfaktoren wie Lichteinstrahlung, Umgebungstemperatur und Lagerzeit. Diese können die Beschaffenheit des Benzins verändern, es schneller unbrauchbar machen. Honda empfiehlt daher, nur E10-Kraftstoff zu verwenden, der nicht älter ist als 30 Tage und vorher in einem zugelassenen Kraftstoffbehälter aufbewahrt wurde, um die Benzinqualität zu sichern. Wenn eine längere Außerbetriebsetzung des Gerätes geplant ist, sollte der Kraftstofftank sowie ggf. der Dampfabscheider (Vergaser) entleert werden.

Zu den 4-Takt-Geräten von Honda Power Equipment zählen: 

  • Gartengeräte: Rasenmäher, Wiesenmäher, Rasentraktoren, Motorhacken, Einachsschlepper, Freischneider, Laubbläser,Heckenscheren, Spritzgeräte
  • Schneefräsen: Klassisch oder Hybrid
  • Industrieprodukte: Stromerzeuger, Wasserpumpen, Allwegtransporter
  • Außenbordmotoren: 2 bis 225 PS

All diese 4-Takt-Produkte sind generell lauffähig mit dem neuen E10 Kraftstoff. Egal ob aktuelles Modell oder „Oldtimer“ aus 50 Jahren Honda in Deutschland.

Wissenswertes zu E10
Die Umstellung auf E10 betrifft die Kraftstoffsorten „Normal“ und „Super“ (91 und 95 ROZ). Bislang betrug der Ethanolanteil hier bereits 5 %. Künftig wird die Zwangsbeimischung auf bis zu 10 % verdoppelt. Die Kraftstoffsorte „Super Plus“ wird weiterhin maximal 5 Prozent Ethanol enthalten. Bei dem verwendeten Ethanol handelt es sich um Biokraftstoff, der aus Pflanzen gewonnen wird, die umweltverträglich angebaut werden.


Bietet eine Tankstelle E10 Kraftstoffe an, muss gleichzeitig auch herkömmlicher E5 Kraftstoff als Super oder Super Plus zur Bestandssicherung erhältlich sein. In Deutschland sind die Kraftstoffanbieter durch die Rechtsverordnung verpflichtet, weiterhin E5-Kraftstoff anzubieten und zwar zeitlich unbefristet. E10-Kraftstoff wird EU-weit eingeführt.
Die in Deutschland angebotenen E10-Kraftstoffe enthalten keine metallhaltigen Zusätze. In anderen europäischen Ländern können bezüglich E10 unterschiedliche nationale Kraftstoffnormen gelten. Solange die EU-Norm nicht flächendeckend umgesetzt ist, sind E10-Kraftstoffe vor dem Betanken auf metallhaltige Zusätze zu prüfen. Bei diesbezüglicher Unsicherheit ist im Ausland von der Verwendung von E10 deshalb abzuraten und herkömmliches Superplus vorzuziehen.


Zu beachten ist weiterhin, dass Kraftstoffe mit bis zu 10 Prozent Bio-Ethanolanteil lackierte Flächen möglicherweise verstärkt angreifen bzw. beschädigen können. Besondere Vorsicht ist daher beim Betanken geboten. Es wird geraten, verspritzte oder überschüssige Mengen sorgfältig zu entfernen.


Weiterführende Informationen zum Thema E10 und Links zu Verbänden und Organisationen finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit unter http://www.bmu.de.

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