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Superbike-IDM Sachsenring: Sack Punkte für Karl Muggeridge
Hohenstein-Ernstthal/Offenbach. Der siebte und vorletzte Superbike-IDM-Lauf auf dem Sachsenring nahm erst am Samstag seinen Lauf. Das Freitagstraining fand ausnahmsweise nicht statt. Grund: Dem Sachsenring werden pro Jahr lediglich 10 sogenannte »Lärmtage« für Wettbewerbsfahrzeuge zugebilligt. Der ursprünglich für die IDM vorgesehene Lärm-Freitag wurde dem Ende September stattfindenden Six-Days-Offroad-Event im Umfeld der Anlage zugestanden, damit im Rahmenprogramm an einem Tag historisch wertvolle Oldtimer und Klassiker aus Anlass des 85-jährigen Jubiläums des Sachsenrings über die Piste knattern können.
Nach zwei Trainingssitzungen klassierte sich Karl Muggeridge auf der Holzhauer-Honda auf dem fünften Startplatz in der zweiten Reihe, nur zwei Zehntelsekunden hinter der Polezeit. Teamkollege Arne Tode war lediglich als Zuschauer vor Ort. Die Verletzungen nach seinem Assen-Crash sind weitgehend verheilt, der Gips am linken Arm wurde jedoch erst am Freitag zuvor entfernt. Der Reha-Prozess zum Wiederaufbau von Muskelmasse benötigt also noch Zeit.
Positive, wenn auch nicht überraschende Notiz vom Samstag: Das verplombte Triebwerk des Schleiz-Sieges wurde am Sachsenring von den technischen Kommissaren des DMSB geöffnet und in allen Einzelheiten auf Reglementkonformität gecheckt. Ergebnis: Alles in bester Ordnung, keinerlei Beanstandungen.
Karl Muggeridge freute sich in Sachsen über Besuch aus seiner Heimat: Bruder Jamie und zukünftige Schwägerin Linda reisten aus Australien an und werden bis zum IDM-Finale in Hockenheim in Europa bleiben. Prominenter Besuch war dazu in der Honda Hospitality am Rennsonntag angesagt: Stefan Bradl stattete der IDM, in der vor neun Jahren im Red Bull Rookies Cup auf einer Honda 125 seine Karriere begonnen hatte, eine Visite ab. Der MotoGP-Fahrer des LCR-Honda-Teams und derzeitige WM-Sechste besuchte das Holzhauer-Superbike-Team, gab vor begeisterten Fans in der Honda Hospitality ein öffentliches Interview und signierte bei einer Autogrammstunde mit endloser Geduld Fotos, Kalender, Mützen und Zeitschriften der Zuschauer.
Im ersten Rennen vor 15.000 Zuschauern bog Muggeridge nach einem Blitzstart mit der Fireblade als Zweiter in Turn 1 ein, eine Runde später ergriff der Australier energisch die Führung. Nach einer Handvoll Umläufe überholte ihn erst Erwan Nigon, später schmuggelten sich noch Ranseder und Teuchert vorbei. Als nach zwei Dritteln der Renndistanz der Reifengripp nachließ, entschied sich Muggeridge, statt einer Schlussattacke auf den letzten Podestplatz die Punkte für Platz 4 sicher einzufahren.
Aufgrund der deutlich höheren Pace als im Training ließ der Australier das Fahrwerks-Setup der Fireblade für das zweite Rennen anpassen. Nach erneut gelungenem Start kreiste Muggeridge zunächst an zweiter Position und entschied sich für eine schonende Gangart, um für das Finale auf der reifenmordenden Strecke, bei der die Linkskurven deutlich in der Überzahl sind, noch Reserven zu haben. Dieser Plan ging jedoch nicht auf. Denn an den Konkurrenten, die sich dabei nach und nach vor ihn schoben, kam »Muggas« zum Schluss nicht mehr vorbei. Am Ende brauste er als Sechster ins Ziel. Die Punkteausbeute aus beiden Läufen machte sich jedoch bezahlt. Muggeridge verbesserte sich in der Meisterschafts-Punktetabelle vom siebten auf den fünften Platz










