Upgrade für Honda Boots-Motoren

Nicht nur perfekt, sondern vielmehr noch die Erwartungen der Branche übertreffen. Möglich wird dies durch die Einführung des hauseigenen Drive-by-Wire Systems "Honda iST".

21. September 2015
Honda Marine - Bootsmotor
Honda Marine - Honda iSt

Gutes noch besser machen ist in der Regel eine große Herausforderung. Dies gilt auch für Honda Marine. Das Team der verantwortlichen Ingenieure und Techniker hat dabei die aktuellen Wünsche des Boots-Marktes, der Werften und Skipper gleichermaßen, umgesetzt. Und dies in der Art und Weise, die man von Honda einfach erwartet:  

Nicht nur perfekt, sondern vielmehr noch die Erwartungen der Branche übertreffen. Möglich wird dies durch die Einführung des hauseigenen Drive-by-Wire System. Dahinter verbirgt sich die digitale Steuerung des Motors ohne die bisher übliche mechanische Verbindung vom Cockpit zum Motor. Die Befehle des Skippers werden dabei nicht mehr wie bisher üblich mechanisch über Züge weitergegeben sondern über eine elektrische Verbindung, sprich Kabel. Das Signal wird dabei über elektrische Servomotoren oder Aktuatoren zu den entsprechenden Stell-Elementen weitergeleitet. Diese übernehmen dann die eigentliche Ausführung, beispielsweise für mehr Speed. Um dies zu ermöglichen, verarbeitet ein zusätzliches Steuergerät die ankommenden Signale und realisiert die Ansteuerung der beiden Stellmotoren. Letztere übernehmen die eigentlichen Aufgaben wie die Schaltung des Getriebes und die gewünschten Stellungen der Drosselklappe.

Honda Marine - Honda iSt 2

Das High-End-System hört auf den Namen Honda iST. 

Diese Abkürzung steht für intelligent Shift and Throttle - elektronisches Schaltungs- und Drosselklappenmodul - also die perfekte Umsetzung der Wünsche des Bootseigners an seine Antriebseinheit. Das ist aber noch nicht alles. Denn das System wurde vom Honda Marine Forschungs- und Entwicklungsteam entwickelt, das auf die Ressourcen des weltweit agierenden Technologie-Unternehmens zugreifen kann. Demzufolge unterstützt iST in kniffligen Situationen wie dem Anlegen in engen Marinas oder Stegen. Integriert wurden dafür nämlich verschiedene Fahr-Modi, die genau darauf abgestimmt worden sind.  

Konkret wird durch die sogenannte SLOW-Funktion die effektiv zur Verfügung stehende Maximaldrehzahl des Aggregats wirkungsvoll begrenzt. So bleibt der Hebelweg der jeweiligen Steuerungseinheit vollständig erhalten.

Ergebnis: Bessere, weil einfachere Dosierung des jeweiligen Motors.

Möglich ist auch der sogenannte Trolling-Modus, mit dem die Motordrehzahl in 50iger-Schritten angehoben oder gesenkt werden kann. Eine Variante, die insbesondere Angler präferieren.

Alle Skipper werden aber vor allem eines schätzen:

Die ausgesprochen präzise Regelung wie die Abstufung und die direkte Umsetzung der Befehle, egal ob im Neutra-l, Vorwärts- oder Rückwärts-Modus.

Zum Einsatz kommt das High-End-System dort, wo man es auch erwartet: im Top Antrieb im BF 250. Aber nicht nur dort. Auch die beiden kleineren Brüder und Schwestern BF 225 und BF200 werden bereits damit ausgerüstet. Weitere Aggregate folgen sukzessive, damit auch in den anderen Leistungsklassen diese Spitzentechnologie zur Verfügung steht.

Der an der Spitze der Leistungspyramide stehende, exakt 183,9 kW / 250 PS leistende 6-Zylinder-Motor mit 60 Grad-Zylinder-Winkel ist trotz seines Technik-Upgrades äußerlich nicht gewachsen. Optisch unterscheidet er sich kaum von seinen "analog" arbeitenden Kollegen, denn die Techniker entwickelten hierfür Lösungen, die unter die bisherige schicke Abdeckung passen. Dies gilt auch für alle drei verfügbaren Schaftlängen ebenso wie für die links- und rechtsläufige Variante. Sie sind nicht nur für den Doppelbetrieb einsetzbar, sondern können auch auf großen Booten sowohl steuerbord als auch backbordseitig - als 4-fach-Antrieb verbaut werden.

Diese Technik steht auch für die beiden mit iST ausgerüsteten leistungsmäßig kleineren, 165,5/225PS bzw. 147,1 kW/200 PS abgebenden Brüder/Schwestern zur Verfügung, die ebenfalls auf 6-Zylinder Power mit rund 3,5-Litern Hubraum setzen. 

Hinzu kommen die Top-Features der Honda 4-Takt Außenbord-Technologie:

  • Die programmierte Kraftstoff-Einspritzung (PGM-FI) - kombiniert die wesentlichen Faktoren aktuellster Motoren-Technologie.
  • Variable Valve Timing and Lift Control (VTEC)TM - doppeltes Nockenwellenprofil - eines für niedrige und das andere für hohe Drehzahlen - für eine optimale Ventilsteuerung.
  • Boosted Low Speed Torque (BLAST) TM - optimaler Drehmomentverlauf durch die jeweils perfekte Auslegung von Zündung und Kraftstoffaufbereitung.
  • Economy Controlled Motor (ECOMO) - minimiert den Verbrauch um bis zu 13% um die weltweit wichtigsten Emissionsvorschriften (u.a. EPA/CARB/RCD) zu erfüllen.
  • NMEA2000-Schnittstelle - die Einbindung von verschiedenen elektronischen Geräten in ein bordeigenes Netzwerk.
  • Multi-Funktions Marine-Instrumente - optional erhältlich für Motoren vom BF40 bis zum BF250.
  • 4Front Corrosion Protection - der vierstufige Beschichtungsprozess von Honda Marine bestehend aus doppelter Eloxierung, aufmerksamkeitsstarken Aqua Marine Silver Farbgebung plus finalem Acrylharz-Klarlack für den langjährigen Werterhalt des Aggregats.
  • Engine Protection & Security System - es fasst mögliche Funktionsstörungen wie unter anderem die denkbare Überhitzung, niedriger Öldruck, Fehler bei der Kraftstoff-Einspritzung oder Wasser im Kraftstoff (ab BF 80) zusammen. 

Fazit:

In der Summe setzt Honda mit den neuen iST Varianten seiner breiten Motoren Palette ein weiteres Zeichen dafür, Technologie ausgereift dem anspruchsvollen Markt zur Verfügung zu stellen.